Blattwerk mit neuem Programm

Das Motto „Vier Saxophonisten, vier Epochen“ ist geblieben. Der Inhalt jedoch ist neu. Das Blattwerk Saxophonquartett tourt seit Mitte 2019 mit seinem komplett renovierten Programm durch die Konzertsäle. Die vier Musiker haben das musikgeschichtliche Spektrum ihres Repertoires deutlich erweitert. Neben barocken und klassischen Großwerken oder bekannten Jazz-Nummern haben nun auch Kompostionen aus der Zeit der Romantik, der Welt der Oper und der südosteuropäischen Folklore den Weg in die Set-Liste gefunden.

Die meisterhaften Arrangements lassen dabei eine einzigartige musikalische Idee erkennen, die den typischen Blattwerk-Sound formt: Mal wild, mal imposant, aber auch immer zart und gelassen. Höhepunkte sind das berühmte Hauptthema von Beethovens „Fünfter Sinfonie“ oder der wunderbar schwingende dritte Satz aus dem Brandenburgischem Konzert Nr. 6. von Johann Sebastian Bach. Aus der Ouvertüre von Gioachino Rossini „Der Barbier von Sevilla“ macht Blattwerk kurzerhand „Ein paar Bier in Sevilla“. Ein Hauch von Grusel weht durch den Saal, wenn der erste Ton des schaurig-schönen „Danse macabre“ von Camille Saint-Saëns erklingt. Aber ein paar alte Blattwerk-Hits haben sich den Stammplatz im Programm nicht nehmen lassen: Dazu zählen die rasante Bearbeitung von Mozarts „Rondo alla Turca“ und der coole Jazz-Tune „This here“ von Cannonbal Adderley. Garniert wird all das durch eine Moderation, deren Wortwitz dem musikalischen Esprit in nichts nachsteht.